In Alicante gibt es viele unterschiedliche Museen, in denen man etwas über die Stadt und seine Traditionen erfährt - und das sogar noch umsonst: der Eintritt ist oft frei! Wer mehr über die spanische Kultur erfahren möchte, sollte einen Blick in den Reiseführer Spanien riskieren.
Es ist in Alicante Tradition, dass man jedes Jahr riesige Pappmachéfiguren verbrennt. Das Museum beschäftigt sich mit diesem Ritual und stellt die Figuren und Modelle, die so genannten Nintos, aus. Durch Plakate, Zeichnungen, Fotografien und Fahnen bekommt man einen guten Eindruck von dieser Tradition. Das Museum liegt im Casa de las Fiestas in der Rambia Méndez Núñez. Es hat Montags geschlossen und der Eintritt ist kostenlos
Die Ausstellung zeigt Werke aus dem 20sten Jahrhundert von so bekannten Malern wie Dalí, Miró, Max Ernst, Picasso und Rauschenberg. Das Museum liegt in einem der ältesten Gebäude der Stadt, welches im Barockstil gehalten ist.
Hier werden die Werke der Krippenbauer von Alicante ausgestellt. In Modellen wird das Leben Jesu von der Geburt bis zum Tode dargestellt. Das Museum hat Samstag mittag, sonntags und montags geschlossen. Der Eintritt ist kostenlos.
Das Zisternenmuseum zeigt die Wasserwirtschaft der Stadt Alicante und der Besucher läuft durch mehrere Höhlen, in denen früher etwa 800.000 Liter Trinkwasser gesammelt wurden. Das Museum liegt am Piaza del Puente und hat täglich von 10- 14 Uhr und von 16- 19 Uhr geöffnet. Sonntags und Montags hat es geschlossen und der Eintritt ist kostenlos
Bei dieser Ausstellung erfährt man etwas über die Ursprünge von Alicante, angefangen von altertümlichen Fundstücken bis zu den Römern über das Mittelater bis zur Neuzeit. Es werden archäologische Funde und Ausgrabungen ausgestellt. Das wichtigste Exponat ist das iberische Werk "Drama de Guardemar", welches 1987 ausgegraben wurde
Turron ist ein wichtiger Rohstoff aus Alicante, die Ausstellung befasst sich auf verschiedenen Etagen mit der Herstellung und Vermarktung des Turron aus Jijona. In den Fabrikräumen kann man die Turronproduktion vor Ort miterleben. Das Museum hat Montags - Freitags von 10:00 - 19:00 Uhr geöffnet. Samstags, Sonntags und Feiertags schließt es schon um 13:00 Uhr.
Die Stadt Alicante kann auf eine bewegte Vergangenheit zurückblicken. Die ersten Funde sind auf das 3. Jahrtausend vor Christi datiert. Die ersten Siedlungen sind auf den Hängen des Berges Benacantil entstanden. Heute befindet sich dort die Burg Santa Bárbara. Zudem hat man Spuren von iberischer Besiedlung entdeckt, die aus der Zeit um 500 v. Chr. stammen. Im römischen Reich nannte Kaiser Augustus die Stadt Lucentum, was so viel wie "die Stadt des Lichts" heißt.
Mit der Herrschaft der Mauren von 711 bis 1249 wurde Alicante unter dem Schutz der Burg errichtet. Die Mauren brachten neue Erkenntnisse wie medizinisches Fachwissen und Bücher mit in die Stadt. Zudem wurde die Infrastruktur der Stadt mit dem Bau von modernen Bewässerungssystemen verbessert. 1244 siegten die Katholiken über die muslimischern Herrscher. Im Jahr 1246 stand Alicante unter kastillianischer Herrschaft und 1308 wurde Alicante ein Teil des Königreichs Valencia. Um die Burg Santa Barbara herum entstanden bald die ersten Siedlungen. Alicante wurde 1490 zur Stadt ernannt. Karl der Fünfte hat Alicante dadurch geehrt, dass die Stadt das goldene Vlies im Wappen tragen durfte. Alicante wurde zum drittgrößten Hafen Spaniens.
Bei dem Erbfolgekrieg von 1701 bis 1714 wurde Alicante wirtschaftlich und politisch bedeutsam. Im 19. Jahrhundert wurde Alicante durch die Eisenbahnverbindung zu einer wichtigen Handelsstadt. Amerika wurde zum wichtigen Handelspartner. Es wurden viele neue Stadtteile gebaut.

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